Local SEO Mythen

Wie ein falscher Fünfziger gibt es bestimmte lokale SEO-Mythen, die immer wieder auftauchen. Heute listen wir daher mal eine Reihe von Missverständnissen auf und erklären, warum Dinge wie gefälschte Hausnummern und überflüssige Adresszusätze nichts bringen.

Mythos 1: Adresszusätze sind ein Ranking-Faktor

Menschen, die ein Büro mieten oder sich einen Raum mit einem anderen Unternehmen teilen, fragen sich oft, ob diesbezügliche Ergänzungen, wie Büro- oder Appartementnummern, Buchstabenergänzungen zu Hausnummern, Etagenangaben oder ähnliches in ihrer veröffentlichten Adresse ihnen ein eindeutiges NAP-Listing (Name, Adresse, Telefonnummer) geben. Sie glauben, dass Sie durch das Hinzufügen einer Nummer in ihre Adresse irgendwie herausstechen oder besser sichtbar werden.

Dies ist nicht der Fall. Google ignoriert solche Nummern sogar oft und verwendet sie nicht. Generell kann es natürlich hilfreich sein, wenn es dazu dient, dass man Sie physisch leichter finden oder per Post besser erreichen kann. Aber erhoffen Sie sich bitte keinen Ranking-Boost von derlei Angaben.

Tragen Sie in Ihrem Google My Business-Account am besten einfach die Adresse ein, die Sie auch wirklich besitzen. Inszenieren Sie dabei auch nichts, was nicht da ist. So etwas kann im dümmsten Fall nämlich auch nach hinten losgehen, falls Google glaubt, dass Ihre Adresse gefälscht ist oder nicht zu Ihrem Unternehmen gehört. So etwas wertet die Suchmaschine dann als SPAM. Und das wird bekanntlich hart sanktioniert. Siehe jedoch auch: Mythos Nummer 2.

Mythos 2: Brich eine Google-Richtlinie und das Ranking wird bestraft

Wenn Sie gegen die Richtlinien von Google My Business verstoßen, kann eines von zwei Dingen passieren: Erstens könnten Sie dahingehend sanktioniert werden, was bedeutet, dass Sie nicht mehr die Möglichkeit haben, Ihr lokales Geschäft über Google My Business zu verwalten. Autsch, denn das ist ein großes Problem, da Sie keine Benachrichtigungen über Ihren Eintrag mehr erhalten, Google Posts verwenden können oder auf Bewertungen antworten können. Ihr Account schwebt quasi frei und kann nicht mehr von Ihnen gesteuert werden. Daher: Halten Sie sich besser an die Regeln. Dennoch: Falls das passiert, bleibt das Ranking Ihres Angebots dennoch unberührt.

Zweitens: Bei einem umfassenderen Verstoß kann es zu einer härteren Strafe kommen. Dies ist ernster, da es bedeutet, dass Google Ihren gesamten lokalen Geschäftseintrag entfernt. Bilder, Rezensionen, Karten – alles wird heruntergezogen. Da das Angebot nicht existiert, werden Sie in den lokalen Ergebnissen auch nirgendwo einen Rang einnehmen. Autsch! Autsch!

Was in jedem Fall nicht existiert, ist hingegen eine Art algorithmische Methode, die Google angeblich verwendet, um das Ranking von Angeboten zu verringern, die gegen ihre Richtlinien verstoßen. Google tut dies lediglich für die organische Suche, aber nicht für die lokalen Ergebnisse. Ganz im Gegensatz zur Konkurrenzplattform Yelp, denn dort werden Verstöße gegen die Regeln im Ranking von Geschäftseinträgen abgestraft.

Mythos 3: Der Servicebereich wirkt sich auf das Ranking aus

Google ermöglicht Geschäftsinhabern, den Servicebereich für ihre Anzeige im Dashboard von Google My Business festzulegen. Dahinter verbirgt sich ein visueller Indikator, der anzeigt, wie weit Sie bereit sind zu Servicekunden zu fahren.

Die Leute denken oft, dass die Informationen, die sie in diesen Abschnitt eingeben, Einfluss darauf haben, wie und wo sie bei Google platziert sind. Das tun sie nicht.

Wenn Sie beispielsweise angeben, dass Sie und Ihr Unternehmen in 15 Städten ansässig sind, dann hat das keinen Einfluss auf das Ranking innerhalb einer dieser Städte. Das lokale Ranking basiert hauptsächlich auf dem Standort Ihrer Adresse (in welcher Stadt Sie sich befinden) und der Stadt, in der der Benutzer sucht.

Mythos 4: Die Verwendung einer Anrufverfolgungsnummer schadet dem Ranking

Die Verwendung einer Anrufverfolgungsnummer schadet nicht, wenn Sie Ihre reguläre Telefonnummer auf die zusätzliche Telefonleitung in Google My Business verschieben. Auf diese Weise kann Google sehen, dass Sie das gleiche Unternehmen sind und Probleme mit doppelten Listings vermeiden.

Was Sie hingegen lassen sollten, ist, Anrufverfolgungsnummern in Drittverzeichnissen anzugeben. Google kann Probleme haben, diese als solche zu erkennen. Das könnte dann zu Verwirrungen führen, die dann wirklich einen Rankingabfall zur Folge haben könnten.

Mythos 5: Der Google My Business-Support hilft bei Ranking-Problemen

Google My Business hat ein Support-Team, das auf Twitter, Facebook, dem hauseigenen Online-Forum, Telefon, Chat und E-Mail verfügbar ist. Der Zugang zu diesem Service ist unglaublich hilfreich und ist in der Regel der erste Anlaufpunkt, wenn es ein echtes Problem mit Funktionen innerhalb von Google My Business gibt.

Beachten Sie, dass hier “Funktionen” steht und nicht “Ranking-Probleme“. Die Personen, die den GMB-Support beantworten sind keine SEO-Experten und wissen oft nicht, wie der Algorithmus funktioniert. Sie sind nicht das gleiche Team wie die eigentlichen Ingenieure, die an dem Algorithmus arbeiten. Sie sind GMB-Experten, so dass die Frage nach Ranking-Fragen Ihnen nicht viel nützen wird. Die Antwort lautet daher ganz klar: Nein, man sollte sich nicht an das GMB-Team wenden, um individuelle Ranking-Fragen zu diskutieren.

Fazit

Hat Sie das hier alles überrascht? Dann war es gut, dass wir dazu etwas geschrieben haben. Ein Tipp noch: Es ist am besten, wenn Sie Ihre Angebote einfach so anpassen, dass Kunden auf Ihren lokalen Seiten landen und nicht auf denen von jemand anderem. Das freut Ihre Kunden und auch Google kann mit transparenten und wahren Inhalten am leichtesten arbeiten.

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Daniel Richter

Daniel Richter ist Geschäftsführer der DAC Group Deutschland GmbH und seit mehr als 16 Jahren im Online Marketing tätig. Spezialisiert auf Hyper Local Marketing und ganzheitliche Vermarktungskonzepte betreut sein Team und er namhaften Kunden aus verschiedensten Branchen.

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