local pack Rankingsignal

Da es Google daran gelegen ist, dem Nutzer immer das beste Ergebnis zu liefern, erweitert sich auch das Local Pack von Google mit den Businesslistings immer mehr. Die neue Funktion der Wartezeiten für einen Platz im Restaurant gibt einen interessanten Einblick in künftige Rankings. Wird das Ranking künftig abhängig sein von der Erreichbarkeit eines Unternehmens insbesondere für Voice Search-Anfragen? Sprechen wir hierbei von einem “Hyper hyper local Marketing”?

Gibt das erweiterte Local Pack einen neuen Rankingfaktor vor?

Die Meldung der Erweiterung des Local Packs durch die Wartezeiten auf einen Platz im Restaurant hat mittlerweile die Runde gemacht. Diese Erweiterung ergänzt die bekannten Zeitgimmicks von Google, sodass wir nun 3 neue Informationsgeber für einige Unternehmen haben:

  • Stoßzeiten
  • Wartezeiten
  • Besuchsdauer

Da bleibt die Frage doch nicht ungestellt: Haben diese Zeiten Einfluss auf das Ranking?

Voice Search und das Local Pack

Interessant wird dieser Faktor für die Voice Search. Die Voice Search liegt ohnehin im Trend und wird 2018 noch einmal einen großen Schub erfahren, da die Sprachassistenten wie Google Home oder Amazon Echo so langsam Einzug in die Haushalte der Menschen finden. Bekannt ist, dass die Voice Search erbarmungslos bloß das erste Suchergebnis dem Nutzer ausliefert. Heißt für alle anderen Websites, die nicht auf Platz 1 ranken: Bye-bye!

Das Ganze gilt natürlich insbesondere auch für lokale Suchanfragen. “Ok Google, wo ist das nächste indische Restaurant?” Völlig gleich, ob die Anfrage von Zuhause über ein Sprachgadget erfolgt oder über das Smartphone: Die Suchmaschine wird das nächstgelegene Restaurant suchen, welches am besten rankt. Nun bleibt die spannende Frage offen:

Hat die Wartezeit, Stoßzeit oder Besuchsdauer Einfluss auf das Ranking?

Wenn Google dem Nutzer immer die besten Ergebnisse liefern will, warum sollte Google Home (in dem Fall nicht Alexa von Amazon Echo, da diese auf Bing zurückgreift) dem Nutzer ein Restaurant in der Nähe empfehlen, welches keinen Tisch mehr frei hat?

So lässt sich ohnehin vermuten, dass nicht nur Restaurants, sondern auch andere Lokalitäten diesen Service nutzen können, wie zum Beispiel Friseure, ein Amt oder Arzt. Nach und nach könnten diese Services über verschiedene Datenübermittlungsdienste hinzukommen.

Was passiert, wenn die Wartezeit, Stoßzeit oder Besuchsdauer das Ranking beeinflussen?

Doch was passiert, wenn der Tisch im besten Restaurant (= lokal: nah, empfohlen: gut bewertet, zeitlich: noch geöffnet) um die Ecke nicht mehr frei ist oder die Wartezeit zu lang? Google kann schließlich nicht jeden Nutzer, der anfragt, in das gleiche Restaurant schicken, wenn die Stoßzeiten das Ranking beeinflussen. Also wären folgende Faktoren für das Ranking ausschlaggebend:

  • Zeit
  • Ort
  • Bewertungen
  • Verfügbarkeit

Wäre das Ranking beeinflusst, muss der lokale Dienstleister dafür sorgen, dass es keine Wartezeiten gibt? Muss er seine Kapazitäten erhöhen? Oder fragt der Voice Assistent schlichtweg zurück, ob der Nutzer den Dienst jetzt oder später in Anspruch nehmen möchte? Vielleicht lotst Google den Nutzer dann zum nächstbesten Restaurant, welches noch einen Tisch frei hat und den Nutzer nicht warten lässt.

Fazit: Unternehmen sollten sich auf Wartezeiten als Rankingsignal vorbereiten

Voice Search und Wartezeiten bieten mehr Nutzerfreundlichkeit, doch für Unternehmen könnte dies einerseits eine Entlastung sein – keine verärgerten wartenden Menschen – andererseits kann dies die Unternehmen auch zum Aufrüsten auffordern. Fakt ist, dass Voice Search und Wartezeiten, Stoßzeiten und auch Besuchszeiten sich gut ergänzen. So ist es nur plausibel, dass dies ein Rankingsignal wird und wir vom “Hyper hyper local Marketing” sprechen können.

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Comments (2)

  1. Ich lese deine Post wirklich sehr gerne und lerne jedesmal etwas neues!
    Weiter so!

    1. Hi Philipp, vielen Dank. Das lesen wir sehr gern! Grüße Daniel

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