Social Media für KMUs – Warum es sich lohnt

Wie nutzen kleinere und mittlere Unternehmen, kurz KMUs, soziale Plattformen zu Marketingzwecken und wo ist Luft nach oben? Wir haben mal nachgeschaut und die Ergebnisse in einem Beitrag zusammengefasst.

Social Media gehört zu einer erfolgreichen Marketingstrategie – auch für KMUs

Nahezu 4 Milliarden Menschen sind weltweit in sozialen Netzwerken aktiv. Eine Zahl, die in erster Linie unglaublich klingt und irgendwie unvorstellbar wirkt. Nicht desto trotz: Hinter jener Hausnummer steckt ein immenses Marketingpotenzial – auch für KMUs. Es lässt sich in einer erfolgreichen Marketingstrategie einfach nicht eingleisig fahren und auch kleine Unternehmen sollten alle Aspekte, wie auch lokales Marketing, im Blick behalten.

Um das Marketingpotenzial jedoch zu nutzen, sollte man sich mit relevanten Kennzahlen und Statistiken beschäftigen und sich vor allem mit den Techniken, der Netiquette und seinen Zielgruppen auskennen oder sich in diesen Punkten beraten lassen. Denn nur wer Kanal, Ansprache, Auftritt und Budget passend und sinnvoll wählt, kann Social-Media-Marketing effektiv für sich nutzbar machen.

Ein paar Infografiken, Zahlen und Statistiken für den Umgang von Unternehmen in Deutschland und Österreich mit dem Bereich Social Media wurde von Onlinemarketing.de bereitgestellt.

Facebook, Twitter, YouTube usw. für Ihr Unternehmen nutzen

So oder so liest man schnell aus den Informationen heraus, dass viele KMUs im Bereich Social Media unterwegs sind. Die Schwerpunkte bilden hierbei aktuell Facebook, Google+ und YouTube, gefolgt von Xing, Twitter und Instagram. Die meisten Unternehmen schrecken jedoch nach wie vor aus Zeitmangel oder Unwissen vor der Nutzung sozialer Medien zurück. Andere starten hingegen Initiativen und lassen diese dann wieder aus den eben genannten Gründen verkümmern. Eine Tatsache, die wohl fast noch schlimmer ist, als im Social Web gar nicht präsent zu sein.

Verdeutlicht wird dies durch folgende Infografik:

Social Media Nutzung von KMUs

Quelle: Onlinemarketing.de

Zwischenbilanz:

Es fehlt KMUs häufig an Zeit, Wissen, Ausdauer und Beratung für gezielte Social Media-Aktivitäten. Eine regelmäßige Bespielung von Kanälen ist zwar sinnvoll, für viele Unternehmen jedoch aus Zeitgründen einfach nicht realisierbar. Das Budget stellt hingegen nicht den Hauptgrund für eingeschränkte Aktivitäten in sozialen Netzwerken dar. Viele Unternehmen planen sogar eine Erhöhung ihrer Social Media-Budgets für die Zukunft (Quelle: Onlinemarketing).

Social Media ist primär mobil

In puncto Suchanfragen haben die mobilen Geräte den heimischen PC längst abgelöst. Bessere Devices, höhere Übertragungsraten und zunehmende bessere responsive Darstellung haben die mobile Internetnutzung rasant zunehmen lassen. Laut den Mobile Advertising Forecasts, die von Zenith veröffentlicht wurden, wird im nächsten Jahr weltweit 75 Prozent der Internetnutzung über mobile Geräte erfolgen.

Damit setzt sich der Trend des mobilen Internets weiter fort und nach einem rasanten Anstieg von 40 Prozent im Jahr 2012 auf 68 Prozent in 2016 prognostiziert die Studie für das Jahr 2018 einen Anteil von 79 Prozent.
Die Länder mit dem höchsten mobilen Internetkonsum finden sich dabei übrigens in Westeuropa, Asien und Nordamerika. Mobiles Internet ist in Spanien bereits die bevorzugte Form der Internetnutzung.

Beispiele für mobilen Internetkonsum in verschiedenen Ländern aus dem Jahr 2016:

  • Spanien: 85 Prozent
  • Hongkong: 79 Prozent
  • China: 76 Prozent
  • USA: 74 Prozent

Die Mobile Advertising Forecasts gehen außerdem davon aus, dass 2018 Hongkong mit einer mobilen Internetnutzung von 89 Prozent weltweit an der Spitze liegen wird. Knapp dahinter folgen an zweiter Stelle China mit 87 Prozent und an dritter Stelle Spanien mit 86 Prozent, danach die USA und Italien mit jeweils 83 Prozent sowie Indien mit 82 Prozent. Soweit die Vorhersage, die in ähnlicher Form auch hierzulande zu erwarten ist.

Aktuelle und vor allem weltweite Zahlen sind in einer Infografik von eMarketer aus Juni 2017 zu sehen:

Statistik zur Nutzung von Social Media von Statista

Quelle: Statista.com

Local Marketing und Social Media?

Erst kürzlich erklärte Facebook, dass sein lokales Marketing ausgebaut wird. Dazu gibt es in den USA bereits Facebook Local, welches lokale Dienstleistungen und Services auflistet, die von vernetzten Personen in Anspruch genommen werden. Damit erhält man quasi direkt ein Review, ob sich der Gang in das nächste Café lohnt. Auch Snapchat nutzt schon länger Geofilter, durch welche Unternehmen Werbung in die Fotos der Snapchatuser platzieren können. Instagram nutzt Hashtags für Orte und kann ebenso Lokalitäten direkt als Ort auf Bildern verlinken. YouTube kann dank Geotargeting auch lokal relevante Ads ausspielen und generell kann das Targeting auf Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter, Xing und LinkedIn über Orte festgelegt werden.

Local Marketing und Social Media? Gehört zusammen!

Wie kann Social Media Marketing in mein Unternehmen integriert werden?

Eine Umfrage des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland bevh ergab, dass jedes dritte Unternehmen soziale Medien als Marketingplattform nutzt. Die Funktion der sozialen Medien, die Bekanntheit des Unternehmens zu steigern, ist dabei leicht rückläufig. Nur noch jedes fünfte Unternehmen verfolgt dieses Ziel.
Es geht vielen Unternehmen vielmehr darum präsent zu sein. Wer seine Zielgruppen dabei präzise und regelmäßig anspricht, kann so auch seinen Umsatz erhöhen. Doch hierzu ist eine langfristige Strategie von Nöten, um wirkliche Effekte spürbar zu machen.

Neben der Umsatzsteigerung ist die Kundenbindung für viele KMUs das zweite Hauptargument, um im Social Web aktiv zu sein. Aber auch hier gilt, dass Kunden angesprochen und Aktivitäten moderiert werden müssen. Sicher sind zufriedene Kunden, die ihrer Zufriedenheit im Social Net auch noch Ausdruck verleihen, der Himmel auf Erden. Aber den gibt es ja bekanntlich nicht permanent, weswegen Zeit und Personal (und damit letztlich Geld) hier eine entscheidende Rolle spielen, wenn Kunden in sozialen Netzwerken wirklich gepflegt werden sollen.

To do:

  • lassen Sie sich beraten
  • investieren Sie anschließend gezielt und unter professioneller Betreuung
  • stocken Sie Ihr Personal im Bereich Social Media auf oder lagern Sie die Aktivitäten aus, wenn erste Umsatzsteigerungen spürbar sind (oder früher, wenn Sie es sich leisten können)
  • Marketing in sozialen Netzwerken lohnt sich, wenn es Hand und Fuß hat

Fazit: nicht höhere Budgets sondern mehr Engagement

Viele KMUs sind der Meinung, dass eine Erhöhung der Marketingbudgets in sozialen Netzwerken die qualitativen Probleme der eigenen Präsenz lösen. Das ist jedoch nicht der Fall, denn laut oben genannter Studie von Onlinemarketing.de gewinnt am Ende nur Facebook und nicht Ihre Kunden. Daher ist gezielte Beratung der richtige Ansatz, um sich strategisch in sozialen Medien aufzustellen. Das spart langfristig Zeit und verbrennt unterm Strich auch weniger Geld. Aus einer vernünftigen Marketingstrategie lassen sich die sozialen Netzwerke nicht ausschließen. Und auch das lokale Marketing überschneidet sich mit Social Media Marketing.

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Martina Diemann

Martina Diemann ist Director der DAC Group und ist seit 5 Jahren im Online Business tätig (das war kein Zufall, sondern Schicksal). Martina denkt nicht in Problemen, sondern in Lösungen. Sie ist ein Kommunikationstalent, charmanter Machertyp und Schokoholic. "Ask me anything" - ihre Devise.

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