70 Prozent der Nutzer, die ein Produkt in einem Geschäft kaufen, haben sich zuvor auf ihrem Smartphone darüber informiert (Quelle: 1). Hinter dieser Zahl steckt nicht nur eine riesige Menge an Daten, sondern vor allem der Wandel im Suchverhalten im Netz. Klar, dass das Einfluss auf die lokalen Suchergebnisse hat. Aber wie kann man diesen Zusammenhang am Besten auswerten und woran erkennt man, dass das eigene local SEO effektiv ist? Wir schauen nach.

Kaufprozesse verändern sich: Suchverhalten auswerten

Durch Mobilgeräte hat sich der traditionelle Kaufprozess im Netz eklatant verändert. Dort wo früher geradlinige und gut nachvollziehbare Anfragen vom heimischen PC aus gestellt wurden, vollführt der heute Suchende im Netz einen eher unübersichtlichen, sprunghaften und häufig lückenhaften Zickzackkurs, um zum Ziel zu gelangen (ein Ziel, das sich währenddessen auch immer mal wieder ändert).

Suchanfragen werden dabei oft spontan und vor allem von völlig unterschiedlichen Standpunkten und zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten gestellt. Aber all diese Lücken lassen sich durch Messungen, Analyse und Dokumentation gut schließen und erklären. Und schlussendlich bietet das veränderte Suchverhalten ja auch eine völlig neue Datenquellen, die es früher nicht gab als der Ort der Suche stets der gleiche war.

Was muss man eigentlich beobachten?

Das Monitoring relevanter Datenpunkte ist für eine sinnvolle Messung und Auswertung lokaler Suchergebnisse bzw. der dahinter liegenden SEO-Maßnahmen vorteilhaft. Aber welche Datenpunkte sind relevant? Wir haben eine Aufstellung erarbeitet, die hilfreich sein könnte:

  1. Basis-Metriken für die lokale Suchmaschinenoptimierung
  2. Anzahl von Local Citations
  3. Anzahl der Links
  4. Anzahl der verlinkenden Domains
  5. Anzahl der Google Bewertungen
  6. Anzahl externer Bewertungen
  7. Anzahl aktiv genutzter externer Bewertungsportale
  8. Anzahl relevanter Keyword-Rankings in der Google Suche
  9. Website-Traffic über organische Google-Suchen
  10. Website-Traffic über Verlinkungen

All diese Daten geben detaillierten Aufschluss über die Wirksamkeit Ihrer lokalen SEO-Maßnahmen sowie das Besuchervolumen und deren Ursprünge.

Conversion-Tracking

Über die Auswertung und Analyse der aufgelisteten Datenpunkte hinaus macht es Sinn, sich eingehender mit den Conversions, also den in konkrete Kauf- oder Besuchsentscheidungen umgewandelte Suchanfragen, zu beschäftigen. Schließlich möchte jeder Unternehmer nur zu gern wissen, zu wie vielen Kontakt- und Kaufanfragen die laufenden SEO-Kampagnen unterm Strich geführt haben.

Daher gilt: Keine vernünftige Erfolgsmessung kommt ohne Conversion-Tracking aus. Dazu gibt es nun einige Regeln, die zur Erfolgsmessung beitragen und die man deshalb beachten sollte:

  1. SEM (Suchmaschinenmarketing) und SEO (Suchmaschinenoptimierung) müssen getrennt gemessen werden
  2. Telefonanrufe, die aufgrund von SEO- und SEM-Kampagnen eingehen, werden getrennt gezählt
  3. Kontaktanfragen über Website-Formular auswerten
  4. E-Mail-Anfragen über E-Mail-Adresse der Website zählen

Der richtige Moment zum Datensammeln

Frühzeitig sollte man mit dem Dokumentieren beginnen, wenn man die Effektivität von SEO-Maßnahmen transparent ermitteln möchte. Frühzeitig heißt in diesem Fall VOR dem Start eines Projekts. Nur dann ist es möglich, Fortschritte festzustellen und diese mit den einzelnen Maßnahmen der lokalen SEO-Kampagne auch wirklich in Verbindung zu bringen. Auch der Benchmark mit den Wettbewerbern sollte regelmäßig wiederholt werden. Auf Grundlage der dabei gesammelten Informationen passt man seine Maßnahmen sukzessive an die aktuellen Verhältnisse an und gewinnt die Informationen, die man haben möchte.

Nicht zu vergessen: Ohne Suchmaschinenoptimierung läuft nix

Eine strategische lokale Suchmaschinenoptimierung umfasst drei Schritte:

  1. Recherche nach relevanten Keywords,
  2. Analyse der Wettbewerber auf Grundlage der Suchergebnisse
  3. Dokumentation der Situation VOR Beginn der geplanten SEO-Maßnahmen.

Erst dann folgt die Analyse und Recherche bezüglich der eigenen Online-Präsenz und anschließend folgt die letzte Phase, in der die Zusammenstellung und Beobachtung der relevanten SEO-Metriken erfolgt, die in ihrer Aussage eine belastbare Interpretation im Hinblick auf die eigenen lokalen SEO-Maßnahmen zulassen. In einen früheren Blogbeitrag haben wir Ihnen schon einmal 5 SEO-Tipps für lokale Unternehmen an die Hand gegeben und auch welche Rankingfaktoren 2017 wichtig sind. Daran können Sie sich immer noch sehr gut orientieren.

Fazit: Das Wichtigste bei der SEO-Auswertung: Recherche, Analyse und Dokumentation

Mit lokalen SEO-Kampagnen haben besonders kleinere Anbieter und Unternehmen ein mächtiges Werkzeug in der Hand, um mehr potenzielle Kunden auf die eigene Seite zu locken, mit diesen in Kontakt zu treten und den Traffic dabei auszuwerten. Wer ohnehin schon SEO-Kampagnen betreibt, der hat bei der lokalen Optimierung der eigenen Web-Präsenz weniger Arbeit. Allerdings umfasst lokales SEO weit mehr Maßnahmen als eine klassische Suchmaschinenoptimierung und sollte deshalb nicht vernachlässigt werden.

Bis zum nächsten Mal, Ihre Martina Diemann.

Quelle 1: Google/Purchased Digital Diary: How Consumers Solve Their Needs in the Moment, Mai 2016, Repräsentative Anzahl US-amerikanischer Smartphonenutzer = 1.000, Käufe im Ladengeschäft = 696, Antworten = 14.840, Suchanfragen = 10.540

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Martina Diemann

Martina Diemann ist Director der DAC Group und ist seit 5 Jahren im Online Business tätig (das war kein Zufall, sondern Schicksal). Martina denkt nicht in Problemen, sondern in Lösungen. Sie ist ein Kommunikationstalent, charmanter Machertyp und Schokoholic. "Ask me anything" - ihre Devise.

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